Métropole Gestion

La lettre

La lettre Janvier 2011 n°99

Mai 2012 - Nr. 115 >

Die Ergebnisse der europäischen Unternehmen werden durch politische Probleme in den Hintergrund gedrängt

  • Wahlen sind generell Anlass zu Verunsicherung und können daher die Nervosität der Finanzmärkte erhöhen.
  • Während einige europäische Länder im ersten Quartal bereits in die Rezession gestürzt sind, fallen die Ergebnisse der Unternehmen in der Eurozone wesentlich positiver aus.
  • Für Aktienanleger auf der Suche nach günstigeren Wirtschaftsräumen stellen diese europäischen Unternehmen mit ihrer internationalen Ausrichtung die beste Alternative dar.
  • Nachdem der Markt im vergangenen Sommer kein gutes Haar an zyklischen europäischen Werten gelassen hatte, erkennt er nach und nach die Widerstandsfähigkeit der Industriekonzerne und ihre positiven Fundamentaldaten an. Gerade diese Werte bieten in einem weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeld in Europa den besten Schutz.

 

La lettre Janvier 2011 n°99

April 2012 - Nr. 114 >

Noch lange nicht am Konjunkturhoch

  • Aus der Vergangenheit zu lernen bedeutet, die Entwicklung der Welt und ihre Neuanfänge zu verstehen.
  • Während des Technologie-Wirtschaftszyklus am Ende der 90er Jahre hatte der Einsatz der „Neuen Technologien“ in den Unternehmen kaum einen Einfluss auf ihre operativen Strukturen. Es dauerte Jahre, bis die für Aktienanleger besonders günstige Zeit in einer Spekulationsblase endete.
  • Der anschließende Industrie-Zyklus (Kohle, Stahl, Zement, Werkzeugmaschinen), der den wirtschaftlichen Aufschwung und die dynamische Entwicklung der Schwellenländer ermöglichte, ging mit einer Börsen-Hausse einher, bis der Markt überhitzte und sich erneut eine Blase bildete
  • Die Krise von 2008 setzte dieser Dynamik ein jähes Ende. Aber viele Unternehmen haben durchgehalten. Ihre Struktur veränderte sich, die Eintrittsbarrieren zu ihren Märkten wurden durch die Konzentration der Marktteilnehmer und den Einsatz von neuer Technologie höher. Den widerstandsfähigsten gelang es, sich die Fortschritte des vorhergehenden Jahrzehnts in einem Innovations- und Konzentrationszyklus zunutze zu machen.
  • Die rasante Aufwärtsentwicklung des Marktes machte einige Anleger glauben, dass der Höhepunkt des Zyklus bereits Anfang 2011 erreicht war. Doch seit 2009 beruhte die Entwicklung der Umsätze und der Umsatzrenditen der Unternehmen vor allem auf geografischer Expansion oder neuen Tätigkeitsbereichen, während die traditionellen Geschäftsfelder in vielen Sparten noch ganz am Anfang ihrer Erholung stehen. Wir befinden uns also noch in der Aufschwungsphase.
  • Wer derzeit in Industriewerte investiert, setzt nicht auf ein Wachstum der Wirtschaft, sondern interessiert sich für die Auswirkungen der strukturellen Veränderungen der Unternehmen auf ihre Geschäftsentwicklung und ihre Umsatzrenditen, die noch nicht in ihrer Bewertung zum Ausdruck kommen. Dazu braucht der Markt erfahrungsgemäß mehrere Jahre. Und genau diese längerfristige Entwicklung kann sich der Value-Investor zunutze machen.

 

La lettre Janvier 2011 n°99

März 2012 - Nr. 113 >

Unsere Anlageschwerpunkte angesichts der Krise

  • Mit Ausnahme des US-Marktes verbuchten die meisten internationalen Börsenplätze 2011 eine extrem negative Entwicklung.
  • Mit etwas Abstand kann man feststellen, dass die Lage doch nicht ganz so dramatisch ist. Was die Finanzlage der europäischen Staaten angeht, so ist zu sagen, dass das Szenario einer Implosion der Eurozone, die im letzten Sommer drohte, mittlerweile wenig realistisch ist.Ebenso führt die Analyse der jüngsten Ergebnisse europäischer Unternehmen zur gleichen Schlussfolgerung, nämlich dass die Krise halb so schlimm ist wie angenommen.
  • Allerdings sind die Probleme in der Eurozone noch nicht gelöst. Dieses schwierige makroökonomische Umfeld erfordert eine adäquate Titelselektion, wobei wir jedoch den Schwerpunkt nicht zwangsläufig auf traditionell als defensiv geltende Werte legen.
  • Wie bereits 2003 und 2009 bietet der Einbruch an den Börsen die Chance zum Kauf von Industriewerten mit gesunden Bilanzen, einer breit diversifizierten geografischen Präsenz und hohen Marktanteilen, die in einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld extrem defensiv sind.
  • Die seit Jahresbeginn beobachteten Kurs-zuwächse sind nur ein erster Schritt bei der Korrektur der vorangegangenen Exzesse, die auf die Panik des Jahres 2011 an den Märkten folgte. Diese durch gute Ergebnisse voll und ganz gerechtfertigte Aufholrallye wird sich fortsetzen. Trotz der Schwäche ihrer Heimatmärkte sind die europäischen Industrieunternehmen gut gerüstet, um die Dynamik der Schwellenländermärkte und die sich abzeichnende US-Erholung zu nutzen. Die bislang noch erheblichen Unterbewertungen bieten für wertorientierte Anleger genau wie in den Jahren 2003 und 2009 hohes Potenzial.

 

 

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